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Inkontinenz

Inkontinenz umfasst sowohl die Harn- als auch die Stuhlinkontinenz. Harninkontinenz tritt häufiger als Stuhlinkontinenz auf, beide Inkontinenzformen können jedoch auch gleichzeitig und in unterschiedlichen Schweregraden auftreten. Bei der Harninkontinenz unterteilt man zusätzlich in Belastungs-, Drang- und Mischinkontinenz.

Belastungsinkontinenz

Die am häufigsten auftretende Form der Inkontinenz ist die Belastungsinkontinenz mit 50% aller Betroffenen und betrifft vor allem Frauen.

Ursächlich für die Inkontinenz ist eine eingeschränkte Funktionsfähigkeit des Schließmuskels, bedingt durch einen geschwächten Beckenboden. Dieser kann beispielsweise einen konstitutionellen Ursprung haben, durch eine vaginale Geburt begünstigt oder durch starkes Übergewicht entstanden sein. Die Belastungsinkontinenz lässt sich in vier Schweregrade unterteilen. Diese reichen von Urinverlust durch schwere körperliche Belastung über Harnverlust bei Husten oder Lachen, bis hin zum unwillentlichen Verlust des Urins im Stehen und Liegen.

Inkontinenzformen

Dranginkontinenz

Dranginkontinenz

Die Dranginkontinenz zählt zu den Blasenspeicherstörungen und umfasst 14% der Betroffenen mit Harninkontinenzen.

Bei bereits kleinsten Füllmengen an Urin in der Blase zieht sich der Blasenmuskel unwillkürlich zusammen, sodass der Betroffenen einen plötzlichen und meist sehr starken Harndrang verspürt und es schließlich zum unfreiwilligen Urinverlust führt. Die häufigste Ursache der Blasenmuskelstörung ist der körperliche Alterungsprozess. Bei Frauen zunehmenden Alters stellt diese Form der Inkontinenz die häufigste Form der Harninkontinenz dar. Auch Entzündung der Harnblase oder Harnröhre, sowie neurologischen Faktoren können ursächlich für die Dranginkontinenz sein.


Mischinkontinenz

Treten die Symptome einer Belastungs- und Dranginkontinenz gleichzeitig auf, spricht man von einer Mischinkontinenz.

In der Regel entwickelt sich diese Form der Inkontinenz mit zunehmendem Alter und betrifft meist Frauen.

Mischinkontinenz